Mutter sein – Gedanken über den Muttertag

Seit vor ein wenig mehr als zwei Jahren meine Tochter geboren wurde, ist der Muttertag ein ganz besonderer Tag für mich. Immerhin habe ich sie neun Monate lang unter dem Herzen getragen und zahllose, schlaflose Nächte damit verbracht, mich um sie zu kümmern, um mir den Titel „Mutter“ zu verdienen.

Doch dieses Jahr habe ich wirklich angefangen, über meine Mutter nachzudenken. An diesem Muttertag empfinde ich eine vollkommen neue Ebene an Dankbarkeit und Respekt meiner Mutter gegenüber. Ich habe ein viel besseres Verständnis darüber gewonnen, was sie durchgemacht hat und wie viel sie geopfert hat um mich großzuziehen.

Lassen Sie uns einen näheren Blick darauf werfen, was “Mutter” für Sie getan hat und tut.

Schwangerschaft Erinnern Sie sich an diese ersten Monate der Schwangerschaft mit ihrer Begeisterung, ihrer bangen Sorge und – wer könnte sie vergessen – der morgendlichen Übelkeit? Ihre Mutter hat all das auch durchgemacht und zwar ohne Zugang zu allen möglichen Schwangerschaftsinformationen im Internet und all die Früherkennungstests, die wir heute haben und die uns versichern, dass mit unserem Baby alles in Ordnung ist.

Ihre Mutter hat auch die Tritte gegen die Blase und die Rückenschmerzen ausgehalten, die die späten Schwangerschaftsmonate begleiten. Und vergessen Sie nicht die Wehen. Nun, wer könnte sie vergessen? Ihre Mutter kennt sie, hat sie auch erlebt. Und das wahrscheinlich mit viel weniger medizinischer Hilfe als wir!

Säuglingsalter Dann beginnt die wahre Freude der Mutterschaft – monatelang kein Schlaf, Füttern um Mitternacht und endloses Wechseln von Windeln. Könnten Sie sich ein Leben ohne Einweg-Windeln vorstellen? Ich nicht. Aber meine Mutter hat es irgendwie geschafft, Millionen von schmutzigen Stoffwindeln zu waschen während sie mich versorgte.

Kleinkinderzeit Genau wie Sie hat Ihre Mutter schließlich Ihr Säuglingsalter überstanden und die Kleinkindversion von Ihnen kennen gelernt. Als ich mich kürzlich bei meiner Mutter über die “schreckliche Phase” meiner zweijährigen Tochter beklagte, hat sie nur gelacht und mir erzählt, das sei die Rache für all meine Trotzanfälle, die ich mir in diesem Alter geleistet habe.

Hat sie sich genauso wie ich über den richtigen Zeitpunkt gesorgt, mich abzustillen, mir den Schnuller abzugewöhnen und mit dem Töpfchentraining zu beginnen? Hat sie auch so viel Kummer und Tränen und – was das Töpfchentraining betrifft – die ganze Schweinerei mitgemacht, die damit einhergehen? Ganz sicher. Und wie jede gute Mutter haben wir beide die ersten Unabhängigkeitsversuche unterstützt. Was ist also, wenn meine Tochter beschließt, zu ihrem Sommerkleid Gummistiefel zu tragen? Ich bin sicher, dass es irgendwo ein Foto von mir in einem ganz ähnlichen Outfit gibt.

Vorschulzeit Schließlich haben Sie und Ihre Mutter die schreckliche Trotzphase der Zweijährigen überstanden. Spätestens jetzt Sind Sie wahrscheinlich zwischen Kind und Karriere hin und her gerissen. Auch Ihre Mutter könnte dieses Problem gehabt haben. Sollen Sie zu Hause bleiben und 24 Stunden am Tag für Ihr Kind da sein oder weiter arbeiten um sich die Dinge des Lebens leisten zu können, die sie Ihren Kindern gerne bieten würden?

In diesem Stadium verbringen Mütter auch viel Zeit damit, ihre Kinder auf die Schule vorzubereiten. Die ganze Zeit schon haben Sie ihrem Kind sicher vorgelesen und ihm Zahlen und Farben beigebracht, genau wie Ihre Mutter.

Schulzeit Nun müssen Sie dafür sorgen, dass Ihr Kind jeden Morgen rechtzeitig zur Schule kommt, bei den Hausaufgaben und verschiedenen Schulprojekten helfen und Schulveranstaltungen besuchen. Ihre Mutter hat Sie wahrscheinlich auch auf all diesen Schritten begleitet. Sie hat Freude und Leid mit Ihnen geteilt. Sie hat sie getröstet wenn die anderen Kinder sich über Sie lustig gemacht haben, genau wie Sie es jetzt bei Ihrem Kind tun.

Ich bin sicher, dass Sie noch viele besondere Erinnerungen mehr an Ihre Mutter haben, an die Sie seit Jahren nicht mehr gedacht haben. Warum nehmen Sie nicht den Hörer und rufen sie einfach einmal an? Verbringen Sie Zeit mit ihr. Wenn Sie diese Zeit und Mühe investieren, werden Sie in Ihrer Mutter eine gute Freundin finden, wenn das nicht bereits der Fall ist. Gehen Sie zusammen einkaufen, etwas essen und zur Fußpflege. Genießen Sie einfach ihre Gesellschaft und vergessen Sie nicht, ihr für alles zu danken, was sie für Sie getan hat. Immerhin wären Sie ohne sie nicht die tolle Frau, die Sie heute sind.

Man sagt, dass hinter jedem erfolgreichen Mann eine großartige Frau steht, doch es steht auch eine großartige Mutter hinter jeder großartigen Frau.

Alle Gute zum Muttertag.